Archiv für den Monat Februar 2015

And now to something completely different – Charles Portis‘ „Masters of Atlantis“

Verschwörer agieren im Schatten, entziehen sich zwar dem Augenschein, sind aber nichtsdestotrotz da. Sie sind die Lenker der Welt, die man erst erkennen muss, um sich gegen sie aufzulehnen. Auch wenn der Teufel die Fäden zieht, ist das immer noch besser, als wären alle Fäden gekappt. Denn den Teufel, das wussten schon die Märchen, kann man auch überlisten, den Zufall aber nicht. Über ihn kann man nicht verfügen. Auch wenn die Verflechtungen dieser Welt ein Netz sind, so besteht es doch immerhin aus Linien, an denen man sich festhalten kann und die einem den Weg weisen. Sie sind die Sicherung und der doppelte Boden für das, was nicht sein kann, weil es nicht sein darf: eine Welt ohne Sinn und Struktur. Und mögen die Pfade auch noch so verschlungen sein und das Ziel auch noch so fern, alles ist besser als dieser Morast einer Wirklichkeit ganz ohne Koordinatensystem. And now to something completely different – Charles Portis‘ „Masters of Atlantis“ weiterlesen

Won’t bow – Don’t know how – Frederick Exleys “A Fan’s Notes”

Ein Leben auf Barhockern, in Kneipen, zwischen Trinkern. Gossenpoesie voller seltsamer Typen. Ein Leben auf der Couch, monatelange Apathie. Schilderungen aus Psychiatrien. Elektroschocks. Irgendwann dann die Entlassung, wieder hinaus in ein Leben, in dem man sich nicht zurechtfindet. Ein Leben, das sich wieder von einem Drink zum nächsten hangelt, in dem nur das Wochenendgelage und das sonntägliche Footballspiel ein kleiner Lichtblick sind. Zumindest bis zum nächsten Zusammenbruch, der nächsten Einweisung, bis zur nächsten Entlassung. Damit das Spiel wieder von vorne losgehen kann. Won’t bow – Don’t know how – Frederick Exleys “A Fan’s Notes” weiterlesen