Archiv für den Monat August 2015

Betrügen ohne Betrug – Georg Kleins „Barbar Rosa“

Mit einem Auszug aus „Barbar Rosa“ räumte Georg Klein bereits 2000 den Ingeborg Bachmann-Preis ab, als der Roman dann 2001 erschien, wurde er von den Rezensenten im Großen und Ganzen hoch gelobt. Ein „postmoderner Reflex auf den klassischen Bildungsroman“ sei dies, ein „Männerroman“, ein „romantischer Finsternisroman“, doch kein „Berlin-Roman“, wie man zunächst erwartet hatte, eher die „Dekonstruktion der klassischen Detektivgeschichte“. Hubert Spiegel, und nicht nur er, findet in seiner Romanbesprechung in der FAZ Verweise auf Thomas Pynchon, ETA Hoffmann, Joseph Goebbels und Christoph Schlingensief, Jeff Koons und Andy Warhol. Der Roman verhöhne die Aufklärung, zitiere nachsichtig und liebevoll die Romantik, huldige mit Widerwillen der Postmoderne. Und der Titel? Ein Warten auf die Barbaren am Ende eines düster dystopischen deutschen römischen Reiches und natürlich die Sage von Barbarossa im Kyffhäuser. Betrügen ohne Betrug – Georg Kleins „Barbar Rosa“ weiterlesen

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